Im Krieg...

Où t'es, papaoutai ?
Où t'es, papaoutai ?
Où t'es, papaoutai ?
Où t'es, où t'es où, papaoutai ?
Où t'es, papaoutai ?
Où t'es, papaoutai ?
Où t'es, papaoutai ?
Où t'es, où t'es où, papaoutai ?
Où t'es
Où t'es...
Stromae

Eines Tages, wenn es sicher ist, wenn es keine persönlichen Nachteile mit sich bringt, die Dinge beim Namen zu nennen, wenn es zu spät sein wird, irgendwen zur Rechenschaft zu ziehen, werden alle immer schon dagegen gewesen sein.
Omar El Akkad

Es gibt keinen Frieden mehr. Aber Verbote und Chaos. Wo bleibt die Kritik am Krieg? "Ja, die Gaspreise erhöhen sich." Gott verdammte Scheiße, Menschen ermorden Menschen!!! [...] Und Zahlen erzählen kein Leid einzelner, der Familien und Freundeskreise, die keinen Krieg und keine Unterdrückung wollen.
Männer, macht da bitte nicht mit!
wk

Tausend Worte für das Töten.
Es gab und gibt keinen guten Krieg, denn Kriege sind immer Endpunkte der Zivilisation, das Scheitern von Menschlichkeit, die Abkehr von jeder eventuellen Weisheit. Es ist die Schlacht, die Menschen gegen ihren Verstand und ihr Mitgefühl verloren haben. Und sicher kann man immer ein Argument für einen Krieg finden, die Verteidigung, die Bewahrung, die Rettung von Leben, und ich weiß auch nicht, wie man Belagerung, Okkupation verhindern kann, außer – niemand hat mehr Waffen. Und Uniformen.

Was ist es nur, dass Menschen bereit sind, einander zu schlachten, stellvertretend für ihr Land und dessen Bodenschätze, Macht, Grenzen, die irgendwann nur noch Fußnoten der Geschichtsschreibung sein werden? Je nachdem, wer die Geschichte schreibt.
Das Sterben war beschlossen worden, an anderer Stelle. Die andere Stelle kann auf die Unterstützung des Volkes zählen, nach guter Propaganda, für die gerechte Sache, für die Verteidigung des Vaterlandes – die Mütter nicht mitgemeint, die weinen; die Väter würden auch weinen, aber sie haben das nicht gelernt, sie haben auch gedient. Und dann kommen sie in Gräber, die Helden, vielleicht nicht einmal mit Namen, nur Gräber sind da, und auf die werfen sich die Lebenden und beweinen ihre Kinder.

Und was lernen wir daraus?
Nichts lernen wir, außer dass sich Menschen töten, solange es Waffen gibt, und würde es sie nicht geben, die Speere, Bögen, Messer, Gewehre, Kanonen, Drohnen, Raketen, Bomben –, würden sich die Menschen einfach ohrfeigen und im Anschluss geschlossen losmarschieren, um sich der Generäle, Präsidenten, Befehlshaber, Machthaber zu entledigen, die von Kriegen bis zum Sieg reden, von Landesverteidigung und dabei eigentlich immer ihren Machterhalt meinen. Was tun wir also, wir Menschen, was tun wir einander an, und wie nur können wir aufhören damit? Was passiert mit dem, der die Waffen als Erster niederlegt und verschrottet, zu Blumenampeln umformt?
Sibylle Berg


PS:Stromae - Multitude

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