Das Eine
Das Tal und darüber Wälder in Farben des Herbstes.
Hierher kommt der Wanderer, von der Karte geführt,
Oder vielleicht vom Gedächtnis. Einmal, vor langer Zeit, als er in Sonne
Und erstem Schnee hier entlanggefahren war,
Hatte er heftige Freude empfunden, ganz ohne Grund –
Augenfreude. Alles war Rhythmus:
Vorüberziehende Bäume, der Vogel im Flug,
Der Zug auf dem Viadukt – ein Fest der Bewegung.
Jahre später kehrt er zurück, er fordert nichts,
Möchte nur eine einzige Kostbarkeit:
Reines, alleiniges, namenloses Schauen sein,
Ohne Erwartungen, Ängste und Hoffnungen,
An der Grenze, wo Ich und Nicht-Ich enden.